Hostname in Goolge Analytics filtern

Da sich immer mehr Spammer tarnen, sind Spam-Zugriffe nicht mehr anhand des Referrers erkennbar. Als Verweisquelle benutzen sie  bekannte Domains, wie z.B. amazon.com, twitter.com oder google.com.

Aus diesem Grund solltet ihr auch einen Hostnamen-Filter benutzen.

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Beim Betrachten der oben dargestellten Grafik seht ihr, wie sich Spammer mit vertrauenswürdigen Hostnamen tarnen. Woran erkenne ich nun den Spam? Ganz einfach. Eure Webseite ist unter einer bestimmten Adresse erreichbar. In meinem Fall: www.bettina-loewe.de. Für alle gültigen Zugriffe muss der Hostname auf diesen Namen lauten. Lautet er anders oder fehlt er, handelt es sich potenziell um Spam.

Wenn wir uns die Verweisquellen im obigen Beispiel anschauen und die sekundäre Dimension Hostname hinzufügen, dann erkennen wir, hinter welchem Verweis sich potentiell Spam versteckt.

Für die Verweisquelle loewemarketing.de wird als Hostname www.bettina-loewe.de angegeben. Damit handelt es sich bei dem Traffic aus dieser Quelle nicht um Spam. Bei fast allen übrigen Verweisquellen sehen wir abweichende Hostnamen.

Im Gegensatz zum Referrer-Filter, bei dem wir jede einzelne Verweisquelle einzeln ausschließen, lassen wir im Hostname-Filter nur Zugriffe zu, die als Hostname unsere Webseitenadresse gesetzt haben. Im obigen Beispiel ist das: www.bettina-loewe.de.

So legt ihr einen Hostnamen-Filter an:

google-analytics-hostname-spam-filter
  1. Filternamen: Eindeutigen Namen vergeben. Z.B. Nur Host www.bettina-loewe.de zulassen
  2. Filtertyp: Vordefiniert
  3. Bedingung für den Filter: Nur einschließen | Hostname-Traffic | enthält
  4. Gültiger Hostnamen: Eigenen Hostnamen eintragen
  5. Speichern!

Aufgepasst! Wenn ihr einen Shop betreibt, wenn ihr viele Besucher aus anderen Ländern oder einfach nur mehrere Subomains verwendet, dann müsst ihr genau analysieren, welche weiteren Hostnamen zulässig sind. Bei Shop-Betreiber, die beispielsweise für die Zahlungsabwicklung eine Drittanbieterlösung integriert haben, können die Hostnamen abweichen. Bevor ihr also den Filter implementiert, solltet ihr genau hinschauen, welche Hostnamen zu eurer Webseiten-Umgebung gehören und welche nicht.

Der Hostname-Filter ist gegenüber dem Referrer-Filter viel einfacher zu pflegen, da nicht regelmäßig in den Berichten analysiert werden muss, ob neuer Spam hinzugekommen ist. Allerdings ist auch dieser Filter kein Allheilmittel. Es ist mit Sicherheit nur eine Frage der Zeit, bis Spammer neue Wege gefunden haben, um gültige  Hostnamen vorzutäuschen.