Referrer in Google Analytics filtern

Wenn ihr plötzlich in euren Verweisberichten Domains mit merkwürdigen Namen, wie im folgenden Beispiel findet, dann habt ihr es mit Referrer-Spam zu tun:

google-analytics-spam-verweis

Diesen Spam könnt ihr bekämpfen, indem ihr einen sogenannten Kampagnenquellen-Filter in eure Google Analytics Property einrichtet. Dadurch erreicht ihr, dass Traffic von den verdächtigen Domains ausgeschlossen wird.

Zunächst müsst ihr zum Einrichten eines Referrer-Spam-Filters in der Verwaltung von Google Analytics die Datenansicht auswählen, zu der ihr den Filter hinzufügen möchtet. Bitte niemals Filter auf eurer Rohdatenansicht einrichten. Falls ihr noch keine Datenansichten angelegt habt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür. Wählt Datenansicht > EURE DATENANSICHT oder + Neue Datenansicht.

google-analytics-spam-datenansicht

Nachdem die Datenansicht ausgewählt oder eine neue Datenansicht erstellt wurde, klickt auf Filter und anschließend auf +Filter hinzufügen. Jetzt können wir den Filter zum Ausschluss bestimmter Referrer definieren:

  1. Filtername: Gebt dem Filter einen eindeutigen Namen, damit ihr ihn für spätere Modifizierungen schnell wiederfinden könnt. Zum Beispiel „Referrer Spam“ oder „Referrer Spam Filter“
  2. Typ des Filters:  Benutzerdefiniert
  3. Option: Ausschließen
  4. Filterfeld:  Kampagnenquelle
  5. Filtermuster:  In das Feld Filtermuster wird ein regulärer Ausdruck eingetragen, z.B. dieser:
    redd|moth|0481|100doll|error|7×9|abcd|cand|playto|best-seo|biglist|
  6. Speichern

Jede Traffic-Quelle, die die Zeichenkette redd oder moth oder 0481 etc. enthält, wird herausgefiltert. Aufgepasst: Den Filter müsst ihr regelmäßig  aktualisieren, da möglicherweise neue unerwünschte Referrer dazugekommen sind.

google-analytics-referrer-spam-filter

Nachteile dieses Filters

Der Nachteil des Filters ist, dass er stetig aktualisiert werden muss. Jede verdächtige Domain muss einzeln zum Filter hinzugefügt werden. Das kann schonmal Zeit und Nerven kosten. Hinzu kommt, dass die Länge des Filtermusters begrenzt ist. Bei Erreichen der Maximallänge der Zeichenkette muss ein weiterer Filter angelegt werden.